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So war es - Bloc Party im Theaterhaus Stuttgart

Draußen ist es kalt, der Winter zieht spürbar ins Land. Da kommen die vier Briten von Bloc Party um Kele Okereke gerade recht um einem ausverkauften Theaterhaus kräftig einzuheizen.  

Schon die Vorband Metronomy versucht das, was den inzwischen arg professionellen Bloc Party ohne Schwierigkeit wenig später gelingt, jede Menge Emotionen und Euphorie ins Publikum zu pumpen. Drei smarte Jungs von nebenan, von denen wohl nur die Wenigsten schon etwas gehört haben, spielen mit Keyboards, Schwarzlicht, runden Lichtkreisen auf Ihren Shirts und performen dazu allerlei verrückte Gestiken. Gesang zu den wirren Sounds, schnittigen Gitarren und kraftvollen Beats gibt es nur selten, doch auf das soll bei diesem Konzept von Musik auch nicht großen Wert gelegt werden. Leider erreicht die Musik nicht jeden, sodass Metronomy zwar kräftig Applaus gespendet bekommen, aber auch nicht mehr.

Mehr bekommen dafür Bloc Party, doch das war völlig zu Recht abzusehen.

Mit „Song For Clay“ wird begonnen und der Menge von jenem „I am trying to be heroic“ an keine Pause gegönnt. „Banquet“ wird wie „The Prayer“ euphorisch gefeiert und stark applaudiert. Unerwartet klar hört sich das alles an, auch wenn Kele Okereke’s Stimme teilweise dem lauten, jedoch nie aufdringlichen Sound weichen muss. „Wie auf Platte“, denkt man sich – perfekt umgesetzt. Die elektronischen Stilmittel werden elegant untergebracht oder heimlich und unbemerkt retouchiert und die Stimme von Kele Okereke, ist einfach so, wie auf Platte. Dazwischen platzieren vor allem Frontmann Okereke und Drummer Matt Tong netten Small-Talk mit dem Publikum – da wird die Loge begrüßt, während Songs durch’s Publikum gewandert, am Wellenbrecher entlang geschlendert oder Musik von einer Nachwuchsband, welche sich im Publikum versteckt hat, entgegen genommen. Nach dem liebevollen „So Here We Are“ wird das Publikum mit „Like Eating Glass“ noch mal kräftig gefordert.

Der erste (!) Block an Zugaben enthält das bisher nicht gespielte „Kreuzberg“, das aktuelle „Flux” und den Debüt-Hit „Helicopter”, der normalerweise das Ende eines Bloc Party-Konzerts bedeutet. Doch nicht heute, nicht in Stuttgart, nicht vor dieser erwartungsvollen Menge derer es nach mehr sehnt – genau die bekommt mit „Luno“ und „Pioneers“ noch zweit weitere Zugaben von einer Band präsentiert, die sich zum Ende gebührend mit mehreren Verbeugungen verabschiedet.  

Setlist: 

1. Song for Clay
2. Positive Tension
3. Hunting for Witches
4. Waiting for the 7.18
5. Banquet
6. This Modern Love
7. The Prayer
8. Two More Years
9. The Marshals Are Dead
10. Uniform
11. So Here We Are
12. Like Eating Glass


13. Kreuzberg
14. Flux
15.
She's Hearing Voices
16. Helicopter


17. Luno
18. Pioneers

Hier ist noch Bloc Party's neuster Streich „Flux":

 

Und um ein paar Eindrücke zu gewinnen, Metronomy mit „String Strung":

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