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Sturm und Drang hard rock heavy metal finnland jung

Sturm und Drang

Sturm und Drang

Jung, dynamisch und wild – so wie wir doch eigentlich alle sein wollen. Doch diese Heavy Metal und Hard Rock Band aus Finnland kann diese Attribute nun wirklich für sich einnehmen.

Ihre Musik ist deutlich geprägt von ihrer jugendlichen Frische und lässt beim ersten Hören sämtliche Kiefer erst einmal herunter klappen. Und der eigentliche Wahnsinn bei dieser Erfolgsgeschichte die Jungs sind mittlerweise zwischen 16 und 17 Jahren alt. Ein Alter in dem manch einer vielleicht seine erste Band zu gründen vermag. Doch die finnischen Jünglinge waren da etwas früher dran…

Bereits vor 4 Jahre beschlossen André Linman und Hendrik Kurkiala auf der Heimreise nach einem Judas Priest Konzert eine eigene Band zu gründen. Damals hätte man sie noch leichtfertig als Kinder bezeichnet… (Die beiden waren schließlich um die 12 Jahre jung!) Aber wer will schon vorschnell urteilen.

Die Idee zum (deutschklingenden) Bandnamen kam von Kurkialas Vater, und bezieht sich – wie es sich auch vermuten lässt – auf die gleichnamige Epoche der deutschen Literatur im 18. Jahrhundert (Goethe, Schiller, Klinger, Lenz, …). Die junge Generation wendete sich damals gegen Autorität und Tradition. Die wilden Literaten machten sich somit frei von aller geregelten Poetik und nahmen auch – dem „einfachen“ Volke gefiels - kein Blatt mehr vor den Mund. Wie in den meisten Epochen beeinflussten sich ebenfalls im Sturm und Drang Literatur und Musik. Letztere ist von einem düsteren Klang und schwungvoller Dynamik geprägt.

An sich dauerte es nun nicht mehr lange und es waren der Keyboarder Jesper Welroos und der Schlagzeuger Carl Fahllund mit an Bord. Fahllunds Eltern waren die ersten (freiwilligen) Zuhörer, den in ihrem Keller fanden die ersten Proben statt. Nach den ersten Konzerten erschien es als sinnvoll, einen zweiten Gitarristen anzuheuern und so fand Alexander Ivars schließlich noch den Weg in die Band. Mit dem allgemeinen Ziel einer heranwachsenden jungen Band nahm die Band nach einem Jahr das Demo „Rising Son“ auf und schickte es an die Plattenfirma Helsinki Music Company. Damals wurde die Band mit ihren Mitgliedern, manch einer von ihnen war kaum 14 Jahre alt,  noch nicht recht ernst genommen. Doch als die Band dann im Vorprogramm der Gruppe Hellacopters zu sehen und zu hören war kam der Plattenvertrag rasch zustande. Ende Mai letzen Jahres kam das Debütalbum „Learning To Rock“ in Finnland und Anfang Juni im restlichen Europa auf den Markt. Die jungen Finnen schaften es in ihrem Heimatland mit der Single „Rising Son“, als auch mit dem Debütalbum „Learning To Rock“ auf das Chart-Podest in ihrem Heimatland (jeweils Platz 3). Der übrigen europäischen Hörerschaft wurde dieses junge, wilde Band mit der Veröffentlichung im August unter der Plattenfirma G.U.N. Records zugänglich gemacht.

Im vergangenen Herbst war die Band als Vorgruppe von Apocalyptica auf Europatournee.

Das erste Album von Sturm und Drang „Learning To Rock“ enthält 11 Songs, alle mit Hitcharakter. Man bemerkt neben dem hervorragenden handwerklichen Können der fünf Musiker höchsten beim Klang und der Ausdauer der Sängerstimme die jugendlichen Seelen, die in der Band stecken. Mit einem derartigen Debüt machen die finnischen Jungmetaller ihre Rockstarambitionen und Metal-Attitüde mehr als deutlich. Frisch wie einst Hammerfall tauchen nun Sturm und Drang auf der Bildfläche des Heavy Metals auf und ihre Songs zeigen, dass sie sich dort etablieren werden. Ob mit ordentlichem Tempo wie in Broken, The Raven und auch Forever oder auch dem emotionaleren Talking To Silence, die Stücke haben alle ihren eigenen Reiz und herrlich klingende Melodien. Rockiger kommen da schon Mortals und Rising Son daher und zeigen warum Die Band im Vorprogramm von den Hellacopters spielte. Auch ruhigere Momente sind im depressiven und todeserwartenden Stück Indian und der tief ergreifenden Ballade über den Schmerz in Miseria auf der Scheibe zu finden. Ihre musikalischen Wurzeln finden sich zu großen Teilen klar in den Achtzigern wieder. Die Jungs vermögen diese Einflüsse und ihre eigenen Emotionen wundervoll in ihren Liedern Ausdruck zu verleihen und werden mit Sicherheit zu einer der richtig großen Bands der nächsten Jahre aufsteigen.

 

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